Unterbarmen

De Krampen empfingen das neue Jahr

Et war toff son paar olle Gesichter wear tu senn. Getz wollt ich mich wat unterhalten, hatten schon et gute Gerät vom Geers leiser gestellt, söss hasse so Störgeräusche, de Beschallung war zu laut. Jetz konnt ich abber auch nich den Dieter verstehn, de Schwester vom Kalli Huckenbeck mussten immer nah annet Ohr, nix dagegen, blos verstonn war nix. Kann ja sein dattet wat wichtiges war..? Man weet et nich. Da dat mitm Hören nicht klappten, ging ich mal rum, auch um mal n'paar Fottos zu machen.

De Beleuchtung im Pirat war aber am betreffenden Abend mehr auf Kändelleit-Dinner ausgelegt. Getz wollt ich ja nu nich mit den Konsorten vonne Krampen schmusen, sondern wat toffes an Bandbilder machen, mussten ich dä driet Blitz auspacken. Datt dat nix is, kammer senn. Als ich nu dat Gerät im Ohr widder auf "Go" gestellt hatten, konnt ich die Massen im Sall zwar nich mehr verstehn, abber, worum se so gut drauf warn, de Krampen ließen nix unversucht die tobenden Weiber zum Stützstrumpf-schmeissen zu animieren. Als ich beim Herumwandeln zwischen notgeparkten Rollatoren mich auch noch fast auf die Fresse gelegt hatten, un kein Zivi der herumstehenden Massen bereit war mich aufzufangen, band ich mich wieder gegen Umkippen gesichert an der Theke fest.

Mein im vorletzten Jahr vergifteter Labrador, zwang mich dann, an seine Marotte schon mal in die Bude zu kacken erinnert, alsbald den Weg nach Hause zu nehmen. Beim nächstenAuftritt, wo auch immer, zieh ich dem Jung ne Pampers an oder bring ihn mit, dann können sich die gelangweiletn Zivis um ihn kümmern, ehrlich!
En paar Fottos mit Blitz sin hier: http://unterbarmen.im-wuppertal.de/Contents/Bilder2Ebene/Krampen/GalleryKrampen/index.html

1 Kommentar Günter van Ongerbarmen am 31.1.11 17:57, kommentieren

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Ongerbarmen kall noh emmer Platt

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Zum Ende des Jahrtausends waren sich die Sprachwissenschaftler ziemlich einig, die Dialekte, vornehmlich das hiesige Platt stirbt aus. Im ausgehenden 19. Jahrhundert galt es schon als 'unfein', in Kreisen der betrübten (bedröppelten) Muttersprachler als 'nit fien' ausgedrückt, die Sprache der einfachen, zumeist aus dem Arbeitermilieu generierten Menschen zu benutzen. (Es ist eine eigenständige Sprache, die noch von vor der zweiten Lautverschiebung erhalten blieb. Dem Englisch, Dänisch, Holländisch und Friesisch näher als das heute gesprochene Deutsch.)


Bis dahin war es selbstverständlich so zu sprechen wie die Alten gelehrt, wie selbst die Lehrer (Schoolmeester) sprachen. Als Weltstadt galt derzeit das aufstrebende Wuppertal (damals noch Barmen, Elberfeld & Co), hier im engen Tal. Unternehmer und sich aus dem Milieu neu gebildeten (Neue Bildung) Persönlichkeiten konnten sich im Zuge der Globalisierung nicht mehr in der gewohnten Muttersprache unterhalten. Alsbald bemühte man sich um ein richtiges Deutsch.

Es entstanden im einfacheren Volk amüsante Formen einer Mischform, einem Hochdeutsch mit Elementen des Platt (Hochdütsch med Knubbeln), dem Strassenjargon.


Für die alten Niederdeutschsprecher (Plattkaller) bemühten sich derzeit noch einige hiesige Autoren um den Erhalt, sie schrieben Anekdoten und Gereimtes in der alten Sprache auf, um dem einfacheren Volk die Identität zu erhalten.


Gottlob, muss ich heute sagen. So ist uns ein Stückchen mehr Heimat und erhaltenswerte Kultur geblieben. Ich will gar nicht auf die anderen Regionen schielen, in denen es selbstverständlich ist zur Heimat zu stehen.

Hier in unserem Tal sind es allerdings nur Nischeninteressierte die das Kulturgut pflegen. Noch. Und wie das immer mit Nischen ist, solange es nicht chic ist - nicht vorgelebt, werden die Pfleger mit dem Pflegebedürftigen wegsterben.

Langsam kommen die inzwischen ehrenamtlich tätigen, weil nicht geförderten Pfleger selbst in die Jahre und werden Teil der Rollatorgeneration. Ziws gibt es nicht mehr lange, schon überhaupt nicht in Sachen Kulturpflege.


Was bleibt zu tun, Sterbehilfe den noch am Stock Gehenden geben? Nöö.

Da der Wuppertaler reinen Ursprungs ziemlich dickköpfig ausgestattet ist und im heranreifendem Alter sich nach dem „wer bin ich, wo komm ich her und wo geh' ich hin“ fragt, brodelt es noch immer im Bereich der freiwilligen Subkultur (die andere wird sowieso nicht bezahlt) und Musiker sowie andere Kulturschaffende prägen stoisch fortan das Erhaltenswerte. So wie der gemeine Unterbarmer eben.

Vor Jahren schufen die Mannen der Gruppe Stiekspöen (Streichhölzer) die Hymne des Nabels von Wuppertal. Dem Liedtext entlehnt, möchte ich auf die letzte Strophe sowie den Refrain besonders hinweisen um die Notwendigkeit des Erhalts der Muttersprache hinzuweisen. Da heisst es in der Übersetzung:


Europa rückt zusammen, alle werden eins.

Es gibt nur noch unser, und nicht mehr meins und deins.
Wir brauchen eine Hymne, dann wäre das Ding komplett.
Wir hätten einen Vorschlag, und meinen das wäre nett!

Am Unterbarmer Bahnhof hängt Stoffwechselendprodukt am Zaun,

Stoffwechselendprodukt am Zaun, Stoffwechselendprodukt am Zaun.
Am Unterbarmer Bahnhof hängt Stoffwechselendprodukt am Zaun,
ja, wie kommt es denn dort hin?


Originaltext:


Europa röckt tusamen, alle werden eins.

Et geft nur noch unser, un nit mehr meins un deins.

Vie brucken noch 'n Hymne, dann wör dat Ding komplett.

Vie hätten schon en Vörschlag, un meinen dat wör nett!


Am Ongerbarmer Bahnhof hängt Gedreten am Tuun,

Gedreten am Tuun, Gedreten am Tuun.

Am Ongerbarmer Bahnhof hängt Gedreten am Tuun,

jo, wie kömmt dat dann dohen?

1 Kommentar Günter van Ongerbarmen am 26.1.11 08:52, kommentieren

Wuppertaler Kommunikation

Es ist schon die typische Bergische Eigenart, die uns im Tale und auf den Höhen darüber geprägt hat. Dem Bergischen im Allgemeinen sagt man vieles nach, was zwar durchaus auch auf andere Missmutige im ausgehenden Leben zutrifft, aber nur hier haben wir die Querköppe eben so schön präsent vor der Nase.

Trifft der Barmer in Barmen einen Barmer Bekannten „Vom Sehn“ auf dem ihn deprimierenden, „Weil nix is wie et war“-Werth, dann begrüßt der den „Stammesbruder“ mit dem lakonischen „Wie isset?“. Im Normalfall, bei positiver Gesinnung, kommt ein „Et mot“ zurück. Tieferes Interesse am Bruder im Wesen zeigt der Antwortende durch „..un bie deck?“ auf. Sollte nicht gerade eine besondere Form der Zuneigung vorliegen, dann ist hier fast Schluss mit Lustig. Ein „Et mot!“ leitet dann schon das Ende des von weniger Zuneigung geprägten Dialoges ein.

Käme ein Zusatz zur Antwort „Et mot...“ wie etwa: „woar biem Dokter...“ dazu, will der Antwortende sich intensiver mitteilen, eine freundschaftlichere warme Atmosphäre meint man im Raum Barmen die trostlose Innenstadt erwärmend zu spüren.

Das Eis ist gebrochen, der Asphalt gibt seinen Untergrund frei, wenn das ernsthafte Interesse des Fragestellenden dann wieder zu erneutem Fragestellen ermuntert. „Wat is“ als erneute Gegenfrage bedeutet weniger Teilnahme. Ein bestätigendes „Hau, wat hässe?“ läßt auf das vertraute Gespräch zwischen eineiigen Zwillingen schliessen.

Da es immer mehrere Wege zum Ziel gibt, diese aber auch von den beiden Kommunikationspartnern bewusst oder mit Bergischem Charme eher Zufällig gesteuert werden können, entsteht an dieser neueren Kreuzung in die Beredsamkeit ein sekundenlanges Ausharren, wie vor einer auf Gelb geschalteten Ampel. Hier und jetzt entscheidet sich nun alles, kommt es zum Austausch von neuesten Diagnosen nach der letzten Hafenrundfahrt, gemeinhin auch als Prostatavorsorgeuntersuchung genannt, oder ist das in den Gehirnwindungen des Antwortenden befindliche Reservoir an Diagnosen zu prekär.

„Se is wat größer, muss mir aber keine Sorgen machen“ soll nun aber die positive Einstellung zum Urologen des Vertrauens einerseits, andererseits die Bergische „es wird schon gut gehn“-Mentalität und die damit verbundene „ich hab meine Pflicht beim Dokter gewesen zu sein erfüllt“.

Nun fühlt sich damit der Fragesteller auf seine mindestens jährliche Pflicht der Vorsorgeuntersuchung hingewiesen. „Eck müssten auch noch...“, demonstriert die männliche Planungsqualität „Im Krankenhaus sind wir alle gleich, vor allem auf der Urologischen“.

Sollte nun alles gesagt sein, gehen zwei nun eher freundschaftlich verbundene „Kenn ich vom Sehn“ Barmer ihrer Wege. Was nicht ausschliesst, dass sie sich beim „über den Weg laufen“ bei einer Tasse Kaffee im Kaffeefachgeschäft mit Ausschank nicht mehr mit dem Ar... ansehen.

Aber so isse der Barmer.

Dramatischer ist es wenn sich ein Barmer ähnlich sozialer Verbundenheit mit einem Elberfelder, sagen wir mal in Elberfeld, über den Weg läuft. Um es hier abzukürzen, dann gucken sich diese im ertappten Feindesland erwischte, auch hier nicht mit dem Ar... an. Bestenfalls kommt es zu einem stummen Nicken, dann verstohlenen Wegsehen. Schlimmstenfalls, bei Annäherung auf größerer Entfernung, wechselt man die Strassenseite.

Der Hit ist aber wenn sich diese beiden nun im Ausland, sagen wir mal..., Bayern oder Greetsiel treffen. Greetsiel ist ja nun die anerkannt nördlichste Enklave der Wuppertaler. Das ostfriesische Dörfchen hat eine ungeheure Anziehungskraft auf die Bergischen Dickschädel. Treffen sich zwei Kraftfahrzeuge mit Wuppertaler Kennzeichen auf der Landstrasse wird dies mit reiner Kenntnisnahme abgehakt. Diese Fahrer, nebst Anhang in einer Teestube getroffen, sitzen üblicherweise auch ohne Aufnahme von Grenzverhandlungen herum. Hier ist das geballte Auftreten der Talbewohner für Kontakte zu groß.

Jetzt aber in entlegeneren Teilen der Welt, in Bayern zum Beispiel. Der Wuppertaler hält beim Befahren der Strassen außerhalb Wuppertals immer ein Auge auf dem Nummernschild des entgegenkommenden Fahrzeugs. In Bayern freut er sich kindisch über das entgegenkommende Stückchen Heimat. Sitzt er beim Bayrischen Schmankerl in einer Gäststätte und seine entwöhnten Ohren vernehmen heimatliche Klänge am Nebentisch, sucht er rasch den sozialen Kontakt zu dem Taler. „Wo wohnsse?“, ist absolutes Tabu. „Wir sind doch all zusammen Leute aus'm Tal“, nach dem Motto der Striekspöen für engeres Zusammenrücken und Gemeinschaftssinn, findet nur weiter weg vom Zuhause gehörig Einklang. Gerne wird aus dem Bayrischen Leberkäse & Co. ein gemütlicher Abend mit Ende offen. Was versteh'n wir uns Wuppertaler gut, ist dann das Oberthema während des gesamten Aufenthaltes.

Sollten sich die Urlaubsbekanntschaften zufällig im Tale mal wiedersehen, wäre allerdings eine falsche Ortsteilzugehörigkeit eher der Grund, den anderen dann doch nicht zu grüßen, selbst im Zoo oder so.


Günter van Ongerbarmen am 22.1.11 11:35, kommentieren

Allen ein schönes Weihnachtsfest

..das wünsche ich den wenigen (noch) Lesern dieser Einrichtung. Wenige Tage nach dem hochladen der Unterbarmenseite, war ich noch skeptisch, ob denn sich jemand für das schmuddelige runtergekommene Unterbarmen interessiert. Inzwischen haben wir mehr als 1000 Besucher der Seite, in etwa 4 Wochen. Das ist für Wuppertaler Verhältnisse en ganzen Hoopen..

Weier so, ich wünsche mir auch Beiträge von Euch, egal ob hier, auf der neuen Forenseite oder als Mitteilung an mich per EMail oder EssEmmEss.

 

1 Kommentar Günter van Ongerbarmen am 24.12.10 06:18, kommentieren

Und noch die Geschichte auf Hochdeutsch

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Weihnachtsgeschichte, nach'm Lukas

Es begab sich zu der Zeit als August, der Kanzler, nicht mehr wusste, wie viele Einwohner denn nun wirklich im Staate waren. Die Bürger sollten in ihre Heimatstädte reisen und abgezählt werden, wenn es nicht ging, sollten se über denn Daumen geschätzt werden, so dass die Statistik stimme.

Es war das erste Mal, als in NRW noch nicht Krafft Amtes walten ließ. Alle Leute hatten sowieso nichts anders zu tun und machten sich im späten Dezember auf den Weg zum Einwohnermeldeamt in ihrer Geburtsstadt.

Auch Jo, der Schreiner aus Schwelm. Er wohnte und arbeitet auf'm Ölberch, über seiner alternativen Holzwerkstatt. Er machte sich nun auf den Weg mit seiner Mary, die zu der Zeit hoch schwanger war. Sie mussten zur Verwaltung nach Schwelm und hatten daher auch jetzt nicht so die Bedenken, Kreishaus das passt ja. Da zu später Stunde kaum noch Busse fuhren, liefen sie von Oberbarmen aus zu Fuß auf der B7.

Als sie gerade durch die Fleute in die Graslake schritten, bekam Mary starke Wehen, schon alle 3 Minuten, ein untrügliches Zeichen dass es bald geschehen solle.

Da sie kaum Geld dabei hatten, die AOK-Gesundheitskarte zuhause lag, kein Krankenhaus oder Hotel in der Nähe - sie waren ja schliesslich im Gewerbegebiet – versteckten sie sich in einer alten Garage, die irgendwelche Schrauber nutzen. Dreckig und kalt war es, überall lagen Teile von kaputten Autos, auch eine alte Florett (3-Gang) stand da und ein 68 Käfer, ohne Räder, auf Steinen aufgebockt.

Mary krümmt sich am Boden, die Fruchtblase platzte mit großem Schwall. Auf den alten Sitzen des Käfers gebar Mary ihr Kind, sie nahm ein paar alte Putzlappen zur Hand und wickelte den Jungen darin notdürftig ein.

In dieser Nacht waren auch Leute vom Werkschutz, unweit, in der Fleute unterwegs, sie hatten den Fuhrpark der EDE zu bewachen und trieben sich auf dem großen Parkplatz gelangweilt herum.
Mit dem Lichtkegel seiner Maglite irrte eine dunkle Gestalt zwischen den Trucks herum. Lautlos, fast schwebend, suchte er in dieser dunklen Nacht, in der Hoffnung den Werkschutz zu finden. Beim Rauchen erwischt, schreckten die Wachmänner zusammen. Der Cheffahrer drehte den Lichtkegel zum Boden und beruhigte die verschreckten Frührentner: „Keine Angst, es ist alles o.K., ich wollte euch nur rasch mitteilen, dass heute etwas Unglaubliches passiert ist, hier in der Nähe ist der Sohn vom Chef geboren worden. Macht euch auf die Suche!“

„Damit ihr ihn finden könnt, er liegt auf dem Sitz eines alten 34 PS Käfers, in einer abgewrackten Garage, ohne Pampers oder Babywäsche. Über dem Tor brennt eine 36 Watt Leuchtstoffröhre.“

Wie aus dem Nichts gesellen sich plötzlich weitere Cheffahrer der Einkaufsgenossenschaft dazu und sprudelten in einem nicht endenden Wortschwall die herausragenden Eigenschaften des Vorstandsvorsitzenden hervor. „Heute Nacht wurde der Sohn des Chefs geboren, wie glücklich können wir uns schätzen solch einen Chef zu haben, alle Menschen, die ihm wohlgesonnen sind sollen sich nie wieder in kriegerischen Konflikten auseinandersetzen müssen.“

Als die Cheffahrer wie auf Wolken der Glückseligkeit davon zog, beschlossen die Werkschutzleute Richtung Schwelm in die Graslake zu ziehen. „Lasst uns ansehen, was die Fahrer berichteten, dass dort der Sohn vom Chef geboren worden sein soll!“

Sie liefen über den Kreisverkehr an der Dieselstrasse Richtung Graslake und konnten bald die alte Garage entdecken. Hinter dem verrotteten Tor fanden sie Jo und Mary und auch das Kind auf der alten verschmierten Rücksitzbank.

Als sie das Kind betrachtet hatten, erzählten Sie den frisch gebackenen Eltern von den Erzählungen der Cheffahrern, dass sich nun alle Menschen nie mehr streiten müssten und alle Anwesenden wunderten sich über die Prognosen der Fahrer.

Mary strahlte voller Glückseligkeit.

Der Werkschutz überreichten den Kindseltern noch einige Pampers nebst Febreze und ein paar Duftkerzen, dies sollten den Gestank von altem Hydrauliköl und den ölverschmierten Putzlappen überdecken. Daraufhin machten sich auf den Weg ins Wuppertal, um allen Menschen von der Geburt des Sohnes zu berichten. Vom großen Vorstandschef und dem was ihnen die Cheffahrer berichteten. Und das nun endlich im Tal und auf den Höhen Ruhe und Zufriedenheit herrschen mag.


Günter van Ongerbarmen am 22.12.10 10:14, kommentieren

Meine Weihnachtsgeschichte

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Et woar es soa. domols, dä Kanzler Äu wollden et soa, datt de Lütt es gezählt wearen sallden, wenn se et nit hennkregen, sallden se ongefähr öwern Duumen geschätz' weeren.

Dat woar et earste Mol dat dat woar, as domols dat Hannelörken no nit Ministerpräsidentin en NRW woar. Alle Lütt sohen dat een un woaren ongerwechs no Huus, no eahrem Einwohnermeldeamt, wohse hear wooren öm dat Schätzen do maaken tu looten.

Ook dä Jupp, dä Schreiner van Schwelm, he wonnten em Dahl; un mauten getz loss no Schwelm, ennet Kreishuus. Domet hä seck med sinn Fräuken Maria, med dä hä bestatt woar, un die em negenten Monat schwanger woar, ook tählen looten wörd. Se daiten seck, Kreishuus, dat passt un leepen loss, tu foot. Et waor öm die Tied ook kin Bus merr ongerwechs tu kregen.

Se leepen öwer de B-sewen un als se en grad vanne Fleute uut enne Graslake koomen, kreiten et eahre besongeren Buckpinn, dat Kengk wollden no butten.

Se hadden awwer kuum Tata dobie, ook blöderweise eahre AOK-Karte vergeeten, kinn Krankenhuus oder Hotel en de nöchte, se wooren jo ook ennem Gewerbegebiet, mauten seck dorom en en aulen Garage do enne Graslake verstoppen. Schmeerig un kolld woar et, öwerall logen Deele van kaputte Kesten röm, ook en oll Mopped un en 68 Käfer op Backsteen, ohne Räder, stong do.

Kott drop geng et loss biem Weit. Un et kreiten dat Kengk op en paar aule schmeerige Sitze van däm Käfer. Et nom en paar Putzlappen un wickelten domet dä Jung een.

En dä Nait woaren ook es en paar Lütt vam Werkschutz uut de Fleute ongerwechs, dä mauten op en Fuhrpark vanne EDE oppassen. Se driewen seck op däm Parkplatz röm.

Steekum koom do op eenmol dä Fahrer vam böwersten Chef vöarbie un leuchteten dä Werkschutzlütt med sinne Täschenlampe aan, de Jonges vam Werkschutz mackten seck bold en de Box...,
Dä Cheffahrer berohigten de Jonges enne Uniformen: „Kinne Bange, holdet de Loft aan, et es alles god, eck wolld önk bloas saien, dat et wat toffes föar alle Lütt gegewen hät, hütt es dä Jong geboren, dä Sohn vam Chef, hie en de Noberschaft. kiekt es noh“. "Un domet göt en fengen könnt, hä leit op en aulen Autositz van nem 68 Käfer en en Schruwerbude, öwerm Door es en Leit aan. Öwigens dä Kleng hät nix reites aantutrecken.“

Kapaaftich, et koomen no eenige angere Fahrer vanne Firma un woaren van eahrem böwersten Chef am Schwärmen: „Hütt es wat loss, wat hannt vie föar en toffen Chef hie bowen, un alle Lütt die hä mag, sallen seck getz nit mie strieden“, saiten hä.

Als dä Cheffahrer affhauten, fispelten de Werkschutzlütt ongerenanger: „Loss, aff getz, lott' us noh de Graslake gonn un us dat aankeeken, van däm de Cheffahrer us do vertollt hät, dat dä Jung vam Ollen geboren sin sall.“

Un se leepen öwer dä Kreisverkehr schnoorstracks no de Graslaake un konnten de aule Garage fengen (dat Leit öwer de Garage woar jo tu senn). Se sohen dat Maria un dä Jupp, un ook dat Blag op dä aulen schmerigen Röcksitzbank vam ollen Käfer.

Als se seck dä Köttel bekeeken hadden, saiden se dän Aulen vam Kengk wat dä Cheffahrer gesait hadden, dat de Lütt seck getz nit mie strieden sallen. Un alle wongerten seck öwer dat Gekäll van däm Cheffahrer.

Maria awwer woar van däm Vertollten soa beiindrockt, dat se ganz glöcklich woar.

De Werkschutzlütt gowen de Aulen van däm Jong no wat, domet et enne ölverschmierten Bude nit soa ruckt, en paar Brocken tum Aantrecken un mackten kehrt un leepen tureu ennet Dahl. Se vertollten et getz allen angern, dattse soa baff woaren vam Chef, wat hä so all drop hät, tumindest dat wat se do gesenn hannt un wat se vam Cheffahrer gehöart hadden. Dat se dä Jong vam böwersten Chef gesenn hannt, un et getz all god wearen sall.

1 Kommentar Günter van Ongerbarmen am 22.12.10 10:12, kommentieren

No de Omma, dat weard düürer

Dat werd schwor, van Heckhuusen no Wichelkusen odder vanne Südstadt nom Ölberch tu koomen. Un düürer ock noh. Wenn em Dahl de Breuen tugemackt wearn, dann es et Zappenduster. Nit datt, dat Leit uutgeht, nä, vie können se bloas noh schleit besööken, wennsse om Rott wönns un de Omma em Wupperdahler Hoff. Dann mööten ook vie Dampfer schon es en Ömwech fahren, vie können nix dotu, werklich.
Töschen Nord un Süd leien völl Bröcken, un de senn sowat van em Driet, dattse se getz ook wall tumaaken mööten. Em Dahl senn 56 Stöcker oppe Schwatte Liste, 24 senn getz schonn geschlooten. Eck weet nit wevöll vie all hannt, awwer en paar mööten op geden Fall bliewen öwer de Wopper, dörch et deepe Dahl.
Dat hannt se schon besongen: Öwer sewen Breuen moddsse gonn …

1 Kommentar Günter van Ongerbarmen am 30.11.10 17:01, kommentieren